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Das Stammbuch oder Taufbuch der Gemeinde Muotathal geht zurück auf die Jahre 1620 und zwar auf einen Beschluß des Konzils von Trient in den Jahren 1550 bis 1570. Damals wurde während diesem Konzils beschlossen, dass sämtliche Pfarrämter ein Taufverzeichnis, ein Eheverzeichnis und ein Totenverzeichnis führen sollen.
Im alten Lande Schwyz wurde 60 Jahre darauf nichts unternommen, bis der Bischof von Konstanz (dem das alten Land Schwyz damals unterstellt war) in einem schrfen Schreiben gewarnt hatte, das Versäumte sofort nachzuholen oder er werde auf Kosten des Landes Schwyz selbes erstellen lassen.
Jahre später wurde ein Pfarrhelfer von Euw nach Muotathal gewählt, nach kurzem als Pfarrer und später als Dekan des Landes Schwyz. Dieser Pfarrer von Euw hat nun das heutige Taufbuch, das heisst das erste geschrieben und sehr praktisch angelegt, so dass man heute, nach 350 Jahren, ohne weiteres von damals die weitere Entwicklung bis heute feststellen kann.
Interessant ist bei dieser Aufzeichnung, dass Pfarrer von Euw die damaligen Familien gefragt hat, wie der Vater und die Mutter geheissen hätten und weiter über Großvater und Großmutter mit Geschwister bis in die fünfte oder sechste Generation zurück.
Selbstverständlich hat Pfarrer von Euw auf Grund dieser Überlieferungen keine Geburts-Jahreszahlen schreiben können und demzufolge können wir annehmen, dass das Geschlecht der Betschart in Muotathal auf ca. 1450 - 1500 nachweisbar sein, auf den ersten Betschart Erni.
Was wir nun weiter festgestellt haben, dass alle heutigen Betschart Familien vom Tal und soweit sie uns bekannt sind auch von auswärts von dem erstgenannten ERNI BETSCHART herkommen sagt eine alte Schrift. Es muss auch gesagt sein, dass auch weitere BETSCHART aus dem Alt- und Widwässerviertel nicht die gleichen, wie die Muotathaler Betschart sind.
Die Illgauer BETSCHART sind nachweisbar über hundert Jahre in Muotathal gewesen, bis ein BALZ BETSCHART von der Kleinwidmen in die Sennmatt, Sigristen, Illgau gezogen ist und später von dort auf den Hasen, Wart und Fallenfluh, wo sie noch heute sesshaft sind.
Eine allgemeine Feststellung kann auch bei den anderen Geschlechtern im Tal gemacht werden :
Ein Konrad von Rickenbach kam von Aufiberg nach Oberstei vor dem Rambach im Jahre 1561.
Andreas Gwerder, der Stammvater der Gwerder vom Tal, wohnte 1561 im vorderen Uerental (Hürital), das ist das uralte Haus des früheren "EIGELIS RESLIS".
Peter ist der erste Muotathaler Schelbert und wohnte im Krümpis ums Jahr 1450.
Hans FÖHN und Margrith ZIMMERMANN ist der erste Vorfahre der FÖHN. Er wohnte im Stalden und starb schon 1430.
Wir sehen, um die Jahre 1400 bis 1500 war Muotathal sehr wenig bevölkert, da die aufgezählten Geschlechter nur auf je einen Vorfahren zurückgehen. Selbstverständlich sind auch andere Familien mit anderen Namen hier im Tal gewesen, jedoch mit der Zeit ausgewandert oder ausgestorben.
(Chronik wird fortgesetzt)
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